Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juli 2011
Nader und Simin - eine Trennung
Simin sieht keine Zukunft im Iran. Monate hat sie gebraucht, um die
Ausreisepapiere zu organisieren, für sich, die elfjährige Tochter Termeh
und ihren Mann Nader. Aber Nader kann das Land nicht verlassen – er ist
für seinen an Alzheimer erkrankten Vater verantwortlich. Die Scheidung,
die Simin verlangt, will der Richter nicht aussprechen. Die Eheleute,
Vertreter der Teheraner Mittelschicht, stehen vor einem schier
unlösbaren Dilemma. Als Simin sich erschöpft zu ihren Eltern
zurückzieht, muss Nader allein für Termeh und den Vater sorgen. Die
Frau, die er als Hilfe engagiert, kommt aus einer strenggläubigen
Familie; sie hat den Job ohne Wissen ihres arbeitslosen, verschuldeten
Mannes angenommen. Razieh ist schwanger und schon bald mit der Arbeit
und der Sorge für den alten Mann überfordert. Nachdem sie eine
Fehlgeburt erlitten hat, beschuldigt sie Nader, sie misshandelt zu
haben. Es kommt zu einem Prozess, in dessen Verlauf sehr viel mehr
verhandelt wird als ein konkreter Fall. [Mehr Infos ...]