01 Dezember 2009

Film des Monats Dezember 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Dezember 2009
Tulpan


Das Leben der Hirten in der kasachischen „Hungersteppe“ ist hart: die tägliche Sorge um Wasser und Futter für die Herden, das Ausharren im engen Zelt, der unaufhörliche Wind und die schier unbegrenzte Weite des ausgedörrten Landes. Asa kehrt von seinem Militärdienst als Matrose in diese Welt zurück, in der seine Schwester Samal und sein Schwager Ondas mit ihren Kindern als Hirtenfamilie leben. Asa möchte heiraten, um selber eine Herde zu bekommen und eine eigene Familie gründen. Die einzig mögliche Braut weit und breit ist Tulpan, die ihn jedoch abweist. Sein ungeschickter Umgang mit den Schafen führt zu Konflikten mit seinem Schwager. Für Asa scheint in dieser Welt kein Platz zu sein. Der Traktorfahrer Boni, Asas Freund, ermuntert ihn, in die 500 km entfernte Stadt zu gehen, um dort sein Glück zu versuchen. Die Herde ist bedroht, weil ständig tote Lämmer geboren werden. Als Asa einem Lamm zum Leben verhilft, macht er eine Erfahrung, die ihn tief mit dem Leben der Hirten verbindet. [Mehr ...]  

02 November 2009

Film des Monats November 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats November 2009

Eine Perle Ewigkeit


Die junge Fausta singt, wovon sie nicht sprechen kann. Ihre Mutter wurde während des peruanischen Bürgerkriegs in den 80er Jahren vergewaltigt, als sie mit Fausta schwanger war. Dieses Trauma überträgt sich nach dem Volksglauben mit der Muttermilch auf die Tochter. Fausta hat sich völlig in sich zurückgezogen, geht nicht allein auf die Straße, zu sich selbst findet sie nur, wenn sie mit selbst komponierten Liedern gegen ihre Angst ansingt. Um sich gegen männliche Bedrohung zu schützen, hat sie sich eine Kartoffel in den Unterleib eingeführt, die ihr zunehmende Schmerzen bereitet. Als die Mutter stirbt, nimmt Fausta eine Stelle bei der Pianistin Aida an, um die Beerdigung zu finanzieren, und knüpft dort eine zurückhaltende Freundschaft mit dem Gärtner Noé. Die Pianistin eignet sich Faustas Melodien an und feiert damit Erfolge. Die als Lohn versprochenen Perlen aber verweigert sie ihr. Also kehrt Fausta eines Nachts in das Anwesen zurück, um das ihr Zustehende einzufordern. [Mehr ...]

20 September 2009

Film des Monats Oktober 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Oktober 2009

Das weiße Band



Scheinbar voneinander unabhängige Ereignisse erschüttern eine norddeutsche Dorfgemeinschaft. Der Dorfarzt stürzt mit seinem Pferd über einen von Unbekannten gespannten Draht und verletzt sich schwer. Die Frau eines Bauern stirbt bei einem Arbeitsunfall. Sein Sohn macht den Gutsherrn für den Tod seiner Mutter verantwortlich und will sich rächen. Als der Sohn des Gutsherrn im Wald misshandelt aufgefunden wird, eskaliert die Situation. Schließlich wird ein behindertes Kind ebenfalls Opfer einer anonymen Gewalttat. Die Verdächtigungen untereinander wirken in der Dorfgemeinschaft wie ein schleichendes Gift. Mit den geheimnisvollen Anschlägen mischen sich die alltäglichen Formen der Gewaltausübung: drakonische Bestrafung von Kindern für Nichtigkeiten, sexuelle Demütigungen, soziale Abhängigkeiten. Dem Lehrer, der die Geschichte aus zeitlicher Distanz erzählt, begegnet die erste Liebe, die unter der Verfügung eines Probejahrs und aus innerer Schamhaftigkeit nur langsam zu wachsen vermag. Am Ende steht der Beginn des Ersten Weltkrieges. [Mehr ...]

19 August 2009

Film des Monats September 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats September 2009

Sturm

Hannah Maynard, Anklägerin beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag, bleibt wenig Zeit im Verfahren gegen Goran Duric, als ehemaliger Befehlshaber der jugoslawischen Volksarmee verantwortlich für die Deportation und den Tod bosnischer Muslime. Ein wichtiger Augenzeuge, der sich in Widersprüche verstrickt hat, nimmt sich das Leben. Bei dessen Beerdigung lernt Hannah seine Schwester Mira kennen, die offenbar mehr über die Kriegsverbrechen Durics weiß, als sie zunächst zugibt. Sie lebt in Berlin und hat Angst, sich ihrer schrecklichen Vergangenheit zu stellen und damit ihre ahnungslose Familie zu gefährden. Doch Hannah kann sie überzeugen, vor dem Tribunal auszusagen. Unmittelbar vor der entscheidenden Gerichtsverhandlung versucht die Verteidigung von Duric, Miras Aussagen zu verhindern, und findet damit Unterstützung bei den Richtern. Ein unabhängiges Gerichtsverfahren ist angesichts des politischen Drucks kaum noch möglich. [Mehr ...]

04 August 2009

Film des Monats August 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats August 2009

Ein Augenblick Freiheit

Zwei junge Iraner, Ali und Merdad, verlassen den Iran, um ihre Cousine, die siebenjährige Asy, und deren fünfjährigen Bruder Arman zu ihren Eltern nach Österreich zu bringen. Schwer ist der Abschied von den Großeltern, gefährlich die Flucht über die Berge. In einem heruntergekommenen Hotel in der türkischen Hauptstadt Ankara finden sie eine Unterkunft, in der sie auf die Bewilligung ihrer Asylanträge warten. Andere Emigranten teilen ihr Schicksal: ein Ehepaar und ihr Sohn, die verzweifelt um ihre Anerkennung als politisch Flüchtlinge kämpfen, oder ein älterer Lehrer und ein junger Kurde, die optimistisch und humorvoll mit ihrer verzweifelten Lage umgehen. Sie sind Menschen auf der Durchreise, den Behörden ausgeliefert, von Abschiebung und Resignation bedroht. Zugleich aber auch voller Lebensmut, denn sie suchen ein Leben in Freiheit, ohne die Bedrückung durch staatliche Gewalt. Merdad verliebt sich, während der politische Flüchtling sich das Leben nimmt. Quälende Ungewissheit und ermutigende Hoffnung wechseln sich täglich ab. [Mehr]

26 Juni 2009

Film des Monats Juli 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juli 2009

Kleine Tricks


Eine Kleinstadt in der polnischen Provinz: der Putz bröckelt von den Häusern, die Straße ist voller Schlaglöcher, am Bahnhof scheint die Zeit still zu stehen. Viele wollen weg von hier, um sich den Wunsch nach einem besseren Leben zu erfüllen. So lernt die achtzehnjährige Elka neben ihrem Job als Tellerwäscherin Italienisch und bewirbt sich bei einem ausländischen Unternehmen. Da ihre Mutter den ganzen Tag arbeitet, kümmert sich Elka auch um Stefek, ihren 7 Jahre alten Bruder, der von der großen Schwester die Tricks lernt, mit deren Hilfe das Schicksal bestochen werden kann. Wie schafft man es beispielsweise, dass ein erfolgloser Straßenhändler im Nu alle seine Äpfel verkauft? Am Bahnhof sieht Stefek einen Mann, den er für seinen Vater hält, den er nie kennengelernt hat.. Kraft seiner Phantasie ändert er den Lauf der Dinge. Elka verpasst den wichtigen Vorstellungstermin in der Firma und der vermeintliche Vater wird tatsächlich beim Einsteigen in den nächsten Zug aufgehalten.
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10 Mai 2009

Film des Monats Juni 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juni 2009

Simons Geheimnis

Simon ist Waise, seine Eltern, der muslimische Geigenbauer Sami und die kanadische Geigerin Rachel, nach einem tödlichen Unfall nur noch eine Kindheitserinnerung. Tom, sein Onkel hat ihn großgezogen. Für seinen jüngst verstorbenen Großvater war Simons Vater ein Mörder, der die geliebte und begabte Tochter getötet hat. Als Simons Französischlehrerin Sabine für eine Übersetzungsübung von einem Terroristen erzählt, der seine nichtsahnende schwangere Verlobte mit einer Bombe nach Tel Aviv reisen lässt, wird seine Phantasie geweckt: Sein Vater ist dieser Terrorist, die Mutter mit ihm schwanger. Diese unglaubliche Geschichte verbreitet er in seiner Schule in Toronto und in Internet-Chatrooms. Simons Rollenspiel verselbständigt sich zu einem Netz aus Lügen und Wahrheit, in dem er sich selbst zu verlieren droht. Zugleich wird er mit den Fragen nach Schuld und Vergebung, mit den Vorurteilen gegenüber anderen Religionen und mit der Intoleranz gegenüber Fremden konfrontiert.[Mehr ...]

Film des Monats Mai 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Mai 2009

Das Herz von Jenin

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Im Jahr 2005 in Jenin, einem der größten palästinensischen Flüchtlingslager im Westjordanland: Der 12-jährige Ahmed Khatib wird bei einer Razzia der israelischen Armee tödlich verletzt. Ein Soldat hatte Ahmeds Spielzeuggewehr für eine echte Waffe gehalten. Nach Rücksprache mit einem Imam und einem Vertreter der Al-Aksa-Brigaden beschließen die Eltern, die Organe ihres hirntoten Kindes sechs kranken israelischen Kindern zur Verfügung zu stellen. Ein Drusenmädchen kann nun mit Ahmeds Herz weiterleben, einem Beduinenjungen bleibt dank der Spenderniere die weitere Dialyse erspart. Was den Fall zu einem Medienthema macht, ist, dass Ahmeds zweite Niere der kleinen Tochter eines araberfeindlichen, orthodoxen jüdischen Siedlers eingepflanzt wird. [Mehr ...]

Film des Monats April 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats April 2009

Rachels Hochzeit

Sie ist das schwarze Schaf der gutbürgerlichen amerikanischen Ostküstenfamilie Buchman. Die kettenrauchende Kym war drogenabhängig, hat mehrere Entziehungskuren hinter sich und rührt seit neun Monaten keine harten Drogen mehr an. Aber die Einladung zur Hochzeit ihrer Schwester Rachel versetzt sie in Hochspannung. Seit Jahren hat sie wenig Kontakt zu ihrer Familie: die Eltern sind geschieden, der Vater meint, sie ständig beschützen zu müssen, zur Mutter hält sie größte Distanz, die Schwester scheint mit ihrem künftigen Ehemann das Glückslos gezogen zu haben. Das Wiedersehen lässt alte Wunden wieder aufbrechen. Unterschwellig oder offen wird Kym vorgeworfen, für den Tod ihres Bruders Ethan verantwortlich zu sein, sie selbst quält sich mit Schuldgefühlen. Die Familie ist liberal und weltoffen, die Hochzeit soll als ein Fest der Kulturen und der Harmonie gefeiert werden. Doch Kym beschwört immer neue Konfrontationen herauf. Für Momente scheint die Hochzeitsfeier zu scheitern. [Mehr ...]

Film des Monats März 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats März 2009

Slumdog Millionär

Das TV-Quiz „Wer wird Millionär?“ ist weltweit verbreitet und weckt den Traum vom großen Geld. So auch in der indischen Megacity Mumbai. Wie in einem modernen Märchen muss sich Jamal vorkommen, der zufällig als Mitspieler ausgewählt worden ist und nun vor der letzten, der 20 Millionen-Rupien Frage steht. Doch die Sendezeit ist vorbei, die Show wird am nächsten Tag fortgesetzt. Auf Jamal wartet die Polizei, die einen Betrug vermutet. Im Laufe des Verhörs wird deutlich, warum dieser Junge aus den Slums von Mumbai alle Fragen beantworten konnte. Denn sie sind mit entscheidenden Stationen seines bisherigen Lebens wie durch geheimnisvolle Fügung verknüpft. Jamal und sein Bruder Salim verlieren früh ihre Mutter bei religiösen Unruhen. Mit Geschick und Glück überleben sie. Während Salim nach Reichtum und Macht hungert, verliebt sich Jamal in das Waisenkind Latika. Doch er verliert sie, findet sie wieder, kann sie nicht aus den Händen eines Gangsters befreien und verliert sie erneut. Die Show bietet ihm die einzigartige Gelegenheit Geld, Ruhm und seine Liebe zu gewinnen. [Mehr ...]

Film des Monats Februar 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Februar 2009

Revanche



Im Wiener Rotlichtmilieu arbeitet Tamara als Prostituierte und Alex als Handlanger für ihren Zuhälter. Heimlich sind sie ein Liebespaar und träumen von einem anderen Leben. Als Tamaras Zuhälter immer zudringlicher wird, beschließt Alex, eine Provinzbank auszurauben. Tamara will unbedingt dabei sein und im Auto auf ihn warten. Zufällig wird der Polizist Robert Zeuge des Überfalls. Er schießt auf das davonfahrende Auto und trifft Tamara, die stirbt. Alex versteckt sich auf dem einsamen Bauernhof seines Großvaters. Dort trifft er Roberts Ehefrau Susanne, die den alten Mann gelegentlich versorgt. Alex bietet sich die Chance, seinen Verlust an Robert zu rächen. Doch je näher er den beiden kommt, desto widersprüchlicher werden seine Gefühle. Langsam wird ihm klar, dass Vergeltung weder die Trauer über den Verlust Tamaras noch die Wut auf den Täter zu stillen vermag. Sich selbst wird er noch einmal neu finden müssen. [Mehr ...]

Film des Monats Januar 2009

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Januar 2009

Die Klasse

François springt nicht deklamierend auf den Tisch, um seinen Schülern die Schönheit der französischen Sprache beizubringen. Mit erlesenen Versen käme er auch nicht weit: Die neunte Klasse, die er an einer sogenannten Problemschule im Pariser Osten unterrichtet, ist ein ethnisch und sozial reichlich gemischter Haufen; Hoch- und weniger Begabte, Schüler jeder Couleur teilen hier die Bank. Wenn es gut läuft, gelingt es François, den 14- oder 15-Jährigen ein knappes Selbstporträt abzuringen. Wenn es schlecht läuft, schicken sie seine Konjunktivkonstruktionen ins Nirvana: „Niemand redet so!“ Oder sie machen sich öffentlich Gedanken über seine sexuelle Orientierung: „Es heißt, Sie stehen auf Männer.“ François korrigiert: Er sei nicht schwul. Aber mehr erfahren wir nicht über ihn als Privatperson. [Mehr ...]

Film des Monats Dezember 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Dezember 2008

It's a free world


Nachdem die schlagfertige, attraktive und selbstbewusste Angie ihren Job in einer Personalvermittlung für Arbeitskräfte aus Osteuropa verloren hat, beschließt sie, gemeinsam mit ihrer Freundin Rose eine eigene Agentur zu gründen. Know-how, Kontakte und Risikobereitschaft sind vorhanden, um sich auf diesen schwierigen Arbeitsmarkt zu begeben. Angie ist aber auch Mutter von Jamie, der bei ihren Eltern aufwächst. Ihr Vater repräsentiert die Moral der alten Arbeiterbewegung: fairer Lohn, soziale Sicherung und ein Gefühl der Solidarität untereinander. Doch auf dem globalisierten Arbeitsmarkt klingt das nach den Parolen von gestern. Im hier und heute sind Ellenbogen, Tricks und Durchsetzungsvermögen gefragt. Arbeiter werden um ihren Lohn betrogen, weil der Betrieb über Nacht verschwindet. Gesetze werden missachtet. Vor allem illegale Arbeiter können hemmungslos ausgebeutet werden. In diesem Klima von gierigen Profiteuren, wütenden Arbeitern und skrupellosen Menschenhändlern sucht Angie ihren eigenen Erfolg. [Mehr ...]

Film des Monats Oktober 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Oktober 2008

Le Silence de Lorna - Lornas Schweigen

Die junge Albanerin Lorna ist ein Scheinehe mit dem Drogenabhängigen Claudy eingegangen, um die belgische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Das Arrangement eingefädelt hat eine Schlepperbande um den Taxifahrer Fabio, der ein lukratives Geschäft im Sinn hat: Claudy soll durch eine Überdosis unauffällig beseitigt, Lorna danach mit einem reichen Russen erneut verheiratet werden. Doch Claudy will mit Lornas Hilfe von den Drogen loskommen. Ihre Gefühle für den Hilfesuchenden durchkreuzen den ursprünglichen Plan, heimlich sucht sie nach einem Ausweg. Als sie sich schon am Ziel wähnt, erfährt sie von Claudys Tod.. Sie glaubt inzwischen, von Claudy schwanger zu sein, und hält daran auch gegen die ärztliche Diagnose fest. Von Fabios Rache bedroht, flieht sie und versteckt sich in einer Waldhütte. Wie im Märchen ausgesetzt, spricht sie mit dem von ihr gewünschten Kind und verspricht ihm Schutz. [Mehr ...]

Film des Monats September 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats September 2008

Wolke 9


30 Jahre sind Inge und Werner verheiratet, er um die siebzig, sie Ende sechzig, ein vertrautes und liebevolles Paar mit der Aussicht auf ein ruhiges gemeinsames Alter. Viel zu sagen brauchen sie nicht, sie verstehen sich auch ohne viele Worte. Doch dann verliebt sich Inge in den sechsundsiebzigjährigen Karl, erlebt Sex und Zärtlichkeit mit der ganzen Macht der Gefühle. Ihre Tochter rät ihr, die Geschichte mit Karl zu verschweigen. Doch sie will und kann ihre Leidenschaft vor ihrem Mann nicht verheimlichen und weiß, dass sie ihn damit tief verletzt. Endlose Auseinandersetzungen voller Enttäuschung, Unverständnis und Aggressivität münden in lähmende Ratlosigkeit. Ein Leben im Umkreis von Schrebergarten und Mietwohnung, von Hobbys wie Gesangsverein und Eisenbahn zerbricht. Inge hält an ihrer Liebesbeziehung fest und trennt sich von Werner, der sich resignierend zurückzieht. Ihre Entscheidung hat schließlich tragische Folgen. [Mehr ...]

Film des Monats November 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats November 2008

Waltz with Bashir

Der Mann hat ein MG an sich gerissen, ist in die Mitte der Straße gestürzt und schießt wild, auf Häuser, Plakate, unsichtbare Angreifer, während er sich um sich selbst dreht – in einem furchtbaren Totentanz. Die Straßen sind die von West-Beirut, der Mann ist israelischer Soldat, die Szene Teil einer Spurensuche. In „Waltz with Bashir“ bearbeitet der 1962 in Haifa geborene Regisseur Ari Folman ein historisches Geschehen, das für Israel ebenso beschämend und traumatisch ist wie Vietnam für die USA. Es geht um den Libanonkrieg von 1982 und speziell die Morde, die christliche Phalangisten in Sabra und Shatila an palästinensischen Flüchtlingen begingen – unter den Augen der israelischen Armee. Folman war selbst als junger Wehrpflichtiger dabei, und er hat ehemalige Kameraden nach ihren Erinnerungen befragt. Die Fakten, die seine Ermittlungen erbringen, sind freilich seit langem bekannt. [Mehr ...]

Film des Monats August 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats August 2008

Beautiful Bitch


Die elternlose; 15-jährige Bica lebt mit ihrem kleinen Bruder auf den Straßen Bukarests. Der ehemalige Polizist Cristu beobachtet sie bei ihren Diebestouren. Als der Bruder von der Polizei geschnappt wird und in ein Heim kommt, lässt Bica sich von Cristu nach Deutschland locken, um in einer Gruppe von rumänischen „Klaukids“ Geld zu verdienen. Unter dem Regime des Patrons Cristu werden die Kinder skrupellos ausgenutzt: 500 € täglich müssen sie abliefern, Kontakte außerhalb der Gruppe werden drakonisch bestraft. Doch dann trifft Bica die verwöhnte Milka, deren Vater sie gerade bestohlen hat. Zwischen beiden Mädchen entwickelt sich langsam eine Freundschaft, sodass Bica, auch „Bitch“ genannt, die Welt „normaler“ Teenager kennen lernt: rumhängen, chillen, Streetball spielen und sich zum ersten Mal verlieben. Als ihre Beziehungen zu Milka und ihrer Gruppe bekannt werden, kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Patron, in der Bica in Lebensgefahr gerät. [Mehr ...]

Film des Monats Juli 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juli 2008

Happy-Go-Lucky


Poppy Cross ist nicht das, was man eine zurückhaltende Erscheinung nennen würde. Ihre bevorzugten Farben sind Schockrot, Knallorange und Himmelblau. An ihren Handgelenken klimpern jede Menge Armreifen, an den Füßen klacken schwindelerregende Absätze. Und über allem liegt ein unaufhörlicher Strom von trockenen Witzen und kindischem Kichern, so wunderbar gutgelaunt, dass man Poppy für den glücklichsten Menschen der Welt halten muss. So penetrant fröhlich, dass man sie hassen könnte. Tatsächlich macht die dreißigjährige Lehrerin das Beste aus ihrem Alltag, der sich im ärmlichen Nord-London zwischen Grundschule, Frauen-WG, Pub und Flamenco-Kurs abspielt. Ob es ein unglücklicher Schüler ist, der paranoide Fahrlehrer oder ein verwirrter Obdachloser: Poppy ,mitreißend gespielt von Sally Hawkins, begegnet jedem in ihrer Umgebung mit einer entwaffnenden Offenheit. [Mehr ...]

Film des Monats Juni 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juni 2008

Eisenfresser


Containerschiffe und Frachter liegen an den Stränden von Chittagong, der Wirtschaftsmetropole mit dem größten Seehafen Bangladeshs. Hier wird der maritime Schrott der westlichen Welt demontiert. Unzählige Arbeiter zerlegen, unter lebensgefährlichen Umständen und nur mit primitivsten Werkzeugen ausgestattet, die ausgedienten Ozeanriesen. Bangladesh decke, so heißt es, damit den Stahlbedarf des ganzen Landes. Die Arbeiter – die meisten kommen aus dem von Dürre geplagten Norden des Landes – werden mit Hungerlöhnen abgespeist; geknebelt durch ein für sie undurchschauberes System von nicht ausgezahlten Vorschüssen, Krediten, Mieten für die werfteigenen Unterkünfte und Kosten für Lebensmittel, sind sie am Ende der Saison meist hoch verschuldet. Die Aussage eines Werftbesitzers, die Abkürzung seines Firmennamens stehe für „Peace, Happiness and Prosperity“ (PHP), kann angesichts dieser menschenverachtenden Zustände nur für ihn selbst gelten. [Mehr ...]

Film des Monats Mai 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Mai 2008

Ben X

Jeden Morgen um 5.45 Uhr betritt der Schüler Ben die Welt des Online-Rollenspiels „Archlord“. In diesem Fantasy-Szenario wird er zum Ritter Ben X, der allen Gefahren trotz und von der schönen Scarlite bewundert wird Um kurz nach halb sieben ist die virtuelle Realität für Ben zu Ende. Er muss zur Schule gehen, in der er von seinen Mitschülern drangsaliert und gemobbt wird. Ben kann sich nicht wehren, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Die Gefühle und Gedanken der anderen bleiben ihm fremd. Als zwei Klassenkameraden ihn erniedrigen und schutzlos der johlenden Klasse ausliefern, wird er per Handy gefilmt, die demütigenden Bilder werden ins Internet gestellt. Der einzige Ort, an dem er sich sicher fühlte, ist nun ebenfalls bedroht. Völlig verzweifelt will er Selbstmord begehen. Doch überraschend nimmt das Mädchen, das im Computerspiel Scarlite ist, Kontakt zu ihm auf und will ihm helfen. Ben eröffnet sich eine neue Lebensperspektive. [Mehr ...]

Film des Monats April 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats April 2008

Schmetterling und Taucherglocke


Als Jean-Dominique Bauby aus dem Koma erwacht, wird ihm langsam bewusst, dass er vollständig gelähmt ist - bis auf die Muskeln seines linken Auges. Der 42jährige Chefredakteur der Zeitschrift „Elle“ hat einen Gehirnschlag erlitten. „Locked-in-Syndrom“ lautet die Diagnose der behandelnden Ärzte - unheilbar. Nachdem der erste Schock überwunden ist, lernt Bauby mit Hilfe seiner Betreuerinnen zu kommunizieren, allein durch die Bewegung seines Augenlids. Aus Buchstaben, die ihm vorgelesen werden, lassen sich so Wörter und Sätze bilden. Auf diese Weise beginnt er sogar, seine Autobiographie zu schreiben. Die Erinnerungen an die Familie und an die Geliebte, Fantasien und Träume verdichten sich zu einer Suche nach einem existentiellen Halt, nach der eigenen Identität. Poetisch erzählt er von seinen Hoffnungen und Wünschen, von glücklichen und traurigen Momenten seines Lebens. Bei diesem Bekenntnis begleiten ihn selbstlos die beiden Betreuerinnen, die seine letzte Verbindung zur Außenwelt sind. Kurz nach Beendigung seines Buches stirbt Bauby im Jahr 1997. [Mehr ...]

Film des Monats März 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Februar 2008

Lars und die Frauen


Lars lebt in einer kleinen Stadt im Mittleren Westen der USA. Sein Umfeld macht sich Sorgen, weil er keine Frau findet und auch nicht sucht. Mit Vehemenz versucht ihn seine schwangere Schwägerin in das Familienleben zu integrieren. Seine offensichtliche Beziehungsstörung ändert sich, als Bianca in sein Leben tritt. Lars blüht auf und öffnet sich seinen Mitmenschen. Allein - Bianca ist eine lebensgroße Sexpuppe. Auf Anraten der psychologisch versierten Hausärztin Dagmar akzeptieren Lars´ Mitmenschen – nicht ohne Schwierigkeiten – Bianca als seine reale Partnerin und damit auch als Person. Durch die Puppe und die behutsame Therapie der Ärztin gelingt Lars die allmähliche Integration in die Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte. [Mehr ...]

Film des Monats Februar 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Februar 2008

Die Band von nebenan

Eine achtköpfige Polizeiband aus Ägypten ist am Flughafen von Tel Aviv gelandet. Sie soll zur Eröffnung eines Kulturzentrums in Petah Tikva spielen. Doch niemand ist da, der sie in Empfang nimmt. So versuchen sie selber zu ihrem Ziel zu gelangen, auch wenn die Auskünfte, die sie erhalten, eher zu Missverständnissen führen. Schließlich nehmen sie den Bus nach Bet Hatikva, wo sie mit Rollkoffern und Musikinstrumenten bepackt an einer Busstation im Niemandsland aussteigen. Die Siedlung mit eintönigen Wohnblocks mag einmal den Geist von Wüstenpionieren geatmet haben; inzwischen sind ihre Bewohner desillusioniert, deprimiert und sozial vergessen. Dina, die ein kleines Bistro betreibt, klärt die Band darüber auf, dass sie am falschen Ort sind. Doch der nächste Bus fährt erst am nächsten Morgen. Die folgende Begegnung zwischen den „verlorenen“ Ägyptern und den „verlorenen“ Israelis führt bei allen zu einer vertieften Erkenntnis ihrer Lebenssituation, ihrer Sehnsüchte und Wünsche. Nicht nur Essen und Übernachtung wird den Mitgliedern der Band geboten, sondern sie erhalten auch Einblicke in das Lebensgefühl und den Alltag der Fremden, die eine völlig neue Art von Kulturaustausch bewirken. [Mehr ...]

Film des Monats Januar 2008

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Januar 2008

Comrades in Dreams

Leinwandfieber



Anup ist mit drei Lastwagen in der indischen Provinz Maharashtra unterwegs, um in seinem Kinozelt Bollywood-Epen vorzuführen. Die Nordkoreanerin Han Yong-Sil macht im Veranstaltungssaal der Kooperative von Chongsan-Ri Kino für die Landarbeiter. Lassane, Luc und Zakaria betreiben ein Open-Air-Kino am Rande von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Und Penny, die Rentnerin, sorgt mit ihrem Kleinkino für ein wenig Unterhaltung im gottverlassenen Big Piney, irgendwo im US-Staat Wyoming. – Der Dokumentarfilm von Uli Gaulke erzählt vom Kinoenthusiamus jenseits der Multiplexe, in Gegenden, in denen Filmvorführungen noch ein Ereignis sind. [Mehr ...]

05 April 2008

goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films

Leise Alltagsgeschichten und großes Kino
goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films
Wiesbaden 09.04 bis 15.04. 2008

So vielseitig sich die Länder im östlichen Europa innerhalb und außerhalb der Grenzen der Europäischen Union entwickeln, so vielfarbig ist fast zwanzig Jahre nach dem Zerfall der kommunistischen Systeme der diesjährige Spielfilmwettbewerb von goEast. Das Überschreiten von Grenzen und die Suche nach dem persönlichen Glück in den von Umbrüchen geprägten Regionen sind dabei wiederkehrende Themen.

Auch der diesjährige
Dokumentarfilmwettbewerb zeigt ein herausragendes Programm. Sechs aktuelle Produktionen bewerben sich um den mit 10.000 Euro dotierten neuen Dokumentarfilmpreis "Erinnerung und Zukunft". Eindrucksvolle Filmdokumente beschreiben kleine Alltagsbegebenheiten und bedeutsame historische Ereignisse aus der Mitte und vom Rande Europas. Auch hier sind Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen Thema.

Die Nachwuchsförderung wird bei goEast großgeschrieben. Im
Hochschulwettbewerb präsentieren die FAMU aus Prag, die Andrzej Wajda Master School of Film Directing aus Warschau, die Hochschule für Film- und Fernsehen - HFF aus Potsdam-Babelsberg sowie fünf Hochschulen aus dem Rhein-Main-Gebiet ihre Arbeiten und konkurrieren um die vom Publikum vergebenen Preise für den besten Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm. Erstmals findet außerdem im goEast Young Professionals Programm eine Projektbörse für den Branchennachwuchs aus Ost und West statt.

Über 300 internationale Filmgäste hat goEast in diesem Jahr nach Wiesbaden eingeladen. Sie werden der Stadt wieder eine lebendige Woche des Films bescheren. Regisseure, Produzenten und Schauspieler stellen ihre Werke persönlich in der Caligari FilmBühne vor und berichten in den täglichen Filmgesprächen im Bellevue-Saal von ihrer Arbeit. Diskussionsrunden und zahlreiche öffentliche Empfänge bieten ein spannendes Forum für den filmischen Austausch. Das vollständige Film- und Rahmenprogramm finden Sie auf unserer Internetseite
www.filmfestival-goeast.de

Das Filmfestival goEast wird vor allem ermöglicht durch die Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und Škoda Auto Deutschland. Die BHF-BANK-Stiftung stiftet die Preise des Hochschulwettbewerbs, das Auswärtige Amt vergibt einen Preis für interkulturelle Verständigung und beteiligt sich an den internationalen Reisekosten. Eine maßgebliche Förderung erhält das Festival auch durch das Programm Media der Europäischen Union.

Wir freuen uns, Sie in Wiesbaden ab dem 9. April begrüßen zu dürfen.

Ihr goEast-Team


Weitere Informationen unter:
Deutsches Filminstitut - DIF
www.filmfestival-goEast.de

02 April 2008

Cinema Paradiso



[Mehr Infos zum Film ...]

The Bucket List




[Weitere Infos hier ...]

Schmetterling und Taucherglocke




[Weitere Infos hier]

05 Dezember 2007

Film des Monats Dezember 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Dezember 2007

Dialog mit meinem Gärtner

Regie: Jean Becker
Drehbuch: Jean Cosmos, Jacques Monnet, Jean Becker nach dem Roman von Henri Cueco
Frankreich 2007

Ein Maler aus Paris kehrt in das südfranzösische Dorf seiner Kindheit zurück. Auf dem Grundstück seiner verstorbenen Eltern will er einen Gemüsegarten anlegen und sucht einen Gärtner. Es meldet sich ein Freund aus der Schulzeit, der als Gleisarbeiter bei der französischen Bahn gearbeitet und das Dorf nie verlassen hat. Jahrzehnte haben sie sich nicht gesehen. Sie sprechen über die Schönheit, über ihre Familien , die Sehnsucht nach Glück und über den Geschmack und die Farben des Lebens. [Mehr ...]

Film des Monats November 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats November 2007

4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage

Regie: Cristian Mungiu
Drehbuch: Cristian Mungiu
Rumänien 2007

Rumänien 1987: Auf den Fluren des Studentenwohnheims, in dem die Freundinnen Gabita und Otilia gemeinsam ein Zimmer bewohnen, wird alles getauscht, was unter dem Regime des Diktators Ceausescu legal nicht zu bekommen ist. Durch Gefälligkeiten, Abhängigkeiten und Bestechung wird der Alltag bewältigt. Gabita ist schwanger, und sie will das Kind nicht. Abtreibung ist streng verboten. Aber auch dafür gibt es einen Schwarzmarkt. [Mehr ...]

Film des Monats Oktober 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Oktober 2007

Still Life

Regie: Jia Zhang-ke
Drehbuch: Jia Zhang-ke, mit Jian-min Sun und Na Guan
China/Hongkong 2006

San-ming Han kommt aus der fernen Provinz Shanxi, wo er in den Kohlegruben gearbeitet hat, in die Provinzstadt Fengjie am Drei-Schluchten-Staudamm. Er sucht seine Ehefrau, die aus Heimweh in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist. Doch die ehemalige Wohnung und die Straße gibt es nicht mehr. Sie sind bereits überflutet. San-ming nimmt einen Job als Abrissarbeiter an, weil er seine Suche nicht aufgeben will. [Mehr ...]

Film des Monats September 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats September 2007

Tuyas Hochzeit

Regie: Wang Quan'an
Drehbuch: Wang Quan'an
VR China 2006

Hart ist das Leben für die Hirten in der mongolischen Steppe. Tuyas Ehemann Bater ist nach einem Unfall zum Invaliden geworden, so dass sie allein für die Familie sorgen muss. Als auch sie sich verletzt, beschließt das Paar, sich scheiden zu lassen. Allerdings soll der neue Ehemann sich auch um Bater kümmern. Zahlreich sind die Freier, doch keiner genügt Tuyas Ansprüchen. Schließlich willigt sie in eine Ehe mit einem reich gewordenen Jugendfreund ein, .... [Mehr]

09 November 2007

Film des Monats August 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats August 2007

Am Ende kommen Touristen

Regie: Robert Thalheim
Drehbuch: Robert Thalheim
Deutschland 2007


Die Jugendbegegnungsstätte Auschwitz war nicht das bevorzugte Ziel für den Zivildienst von Sven. Lieber wäre er nach Amsterdam gegangen. Zuletzt blieb nur die Stelle in der polnischen Kleinstadt Oswiecim, deren deutscher Name zum Symbol für den nationalsozialistischen Völkermord geworden ist. Im Gästehaus der Gedenkstätte trifft er auf den alten Stanislaw Krzeminski, der die „Todesfabrik“ überlebt hat und seitdem die Koffer der Ermordeten restauriert. [Mehr ...]

Film des Monats Juli 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juli 2007

Erde und Asche

Regie: Atiq Rahimi
Drehbuch: Atiq Rahimi, Kambozia Partovi
Afghanistan/Frankreich 2004

Mitten in einer staubigen Einöde Afghanistans steigt der alte Dastagir mit seinem Enkel Yassin aus dem Bus. Sie erreichen eine beschädigte Brücke, die ein ausgetrocknetes Flussbett überspannt. Beide sind auf dem Weg zu Yassins Vater, der in einer Kohlenmine arbeitet, um ihm schreckliche Nachrichten zu überbringen: vom Tod ihrer Angehörigen und von der Zerstörung ihres Dorfes durch kriegerische Gewalt. [Mehr ...]

13 Mai 2007

Film des Monats Juni 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Juni 2007

Prinzessinnenbad

Regie: Bettina Blümner
Drehbuch: Bettina Blümner
Deutschland 2007

Mit großer Sympathie und Beharrlichkeit richtet der Dokumentarfilm seinen Blick auf die Mädchen, die ihren eigenen Platz in der Gesellschaft suchen. Rap und Hip-Hop bilden den Sound, der kongenial ihre Stimmen begleitet. Der Rhythmus von Stadt, Musik, Körperausdruck und Sprachgestus verleiht dem Film eine eigene, faszinierende Form.

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09 April 2007

Film des Monats Mai 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats Mai 2007

1:1

Regie: Annette K. Olesen
Drehbuch: Kim Fupz Aakeson
Dänemark, Großbritannien 2006

Die junge Dänin Mie und ihr palästinensischer Freund Shadi lieben sich. In der Wohnung, in der Mie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Per lebt, können sie sich ungestört treffen. Per lehnt Mies Freund ab. Und Shadis Eltern dürfen nichts von der Beziehung wissen. Eines Tages wird Per brutal zusammengeschlagen und fällt ins Koma. Der Verdacht richtet sich sofort auf die ausländischen Jugendlichen, und möglicherweise ist sogar Shadis älterer Bruder Tareq an dem Überfall beteiligt.

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Film des Monats April 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats April 2007

Robert Altman's Last Radio Show

Regie: Robert Altman
Drehbuch: Garrison Keillor
USA 2006

Leicht, aber nie lässig hat Altman diese Show mitsamt dem Geplänkel in der Garderobe und dem Chaos zwischen den Auftritten inszeniert. Leicht, aber nie lässig entfaltet er dabei große Themen: Es geht um die Sprache, in der von Gefühlen erzählt wird, um Heimat und Entfremdung, das Abschiednehmen und das Weiterleben, wenn etwas zu Ende gegangen ist. Vor allem aber geht es um die Sorgfalt, mit der der Film seine Figuren beim Leben, seine wunderbaren Schauspieler beim Experimentieren mit Stimme und Körper beobachtet.
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13 März 2007

Film des Monats März 2007

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit
empfiehlt als Film des Monats März 2007

Junebug

Regie: Phil Morrison
Drehbuch: Angus MacLachlan
USA 2005

Filmästhetisch überzeugend, mit sicherem Gespür für Figurenzeichnung, emotionale Dichte wie Sinn für Situationskomik, ist Junebug ein Höhepunkt des neuen amerikanischen Independentkinos. Er findet eine ganz eigene Bildsprache, die zwischen Alltäglichkeit und Unheimlichkeit, biederer Ordnung und Irritation die Ambivalenzen seiner Figuren verdeutlicht. [Mehr...]